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Coverlayout

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Das Cover ist neben der Titelwahl das wichtigste Verkaufsargument

Die Konkurrenz auf dem Buchmarkt und auch in der Fachliteratur ist hart umkämpft. Mitunter entscheidet ein Cover über den Erfolg oder Nichterfolg eines Buches. Daher bieten wir Ihnen kein Einheitscover an, da es dem Buchverkauf nur schadet - und damit Ihnen als Autor sowie uns als Verlag. Ein Wiedererkennungswert ist wichtig und auch sinnvoll, individuell sollte das Cover dennoch immer sein. Daher erhält jeder Autor bei uns ein individuelles Cover. Es entstehen Ihnen dabei keine Zusatzkosten. Hier einige Beispiele:

Wir freuen uns immer wieder über das WOW-Phänomen, wenn unsere Autoren zum ersten Mal ihr Buch in den Händen halten. Einige können gar nicht glauben, dass sie es selbst geschrieben haben. Dieses Phänomen ist dabei ganz einfach zu erklären. Sie als Autor haben das Buch mit Hilfe Ihrer Vorstellungskraft geschrieben und Erfahrungen, Quellen, Wissen, Experimente und empirische Studien miteinander kombiniert und sich auf den Textinhalt konzentriert. Erst in dem Augenblick, in dem Sie das Cover sehen, bekommt der Textinhalt ein "Gesicht". Dabei vergleichen Sie instinktiv Ihr Buch mit anderen Büchern und assoziieren bestimmte Farben, Formen und Bilder mit dem Thema. Sie realisieren erst in diesem Moment, was für eine tolle Arbeit Sie geschrieben haben. Denn Sie wissen: das Buch hält, was das Coverbild verspricht.


Hier ein paar Tipps für alle anderen, die ihr Cover selber erstellen wollen

Es gibt Richtlinien, auf die man unbedingt bei der Covererstellung achten sollte:

1. Inhaltlich

  • Kurzer aussagekräftiger Titel
  • Preisangabe auf dem Buch
  • Farb- & Bildassoziation zum Inhalt
  • Aussagekräftige Inhaltsangabe

2. Äußerlich

  • Einfache geometrische Linien & Formen
  • Passende Farbkombinationen

Generell gilt für die Covergestaltung "weniger ist mehr". Je nachdem, welche Wirkung man mit dem Cover erzielen möchte, gibt es unterschiedliche Ansatzpunkte bei der Farb-, Form und Bildauswahl. Nachfolgend stellen wir Ihnen von uns erstelle Buchcover vor. Wir wollen Ihnen dabei etwas genauer erklären, warum dieses genau so und nicht anders gestaltet wurden.

 

Coverinterpretation „Göttinger Autonome und ihre Gegner“

Betrachten wir das Cover von Herrn Lukasz Nieradzik mit dem Titel:"Göttinger Autonome und ihre Gegner". Der Titel ist provokativ. Er signalisiert dem Leser unmittelbar eine Art Konfrontation. Bei einem derartigen Titel ist es bei Fachliteratur nicht gerade empfehlenswert, ebenfalls ein provokatives Bild auf das Cover zu setzen. Es könnte der Eindruck entstehen, dass das Buch eine politische Meinung propagiere. Daher wurde kontrastiv zum Titel ein Bild gewählt, das Harmonie und Ruhe ausstrahlt. Der rote Stern wurde zum einen aufgrund des farblichen Kontrastes zum schwarz-weißen Cover gewählt und zum anderen soll er auf Solidarität hinweisen. Dabei wurde der Stern bewusst oberhalb abgetrennt, um dies nur anzudeuten. Auf dem Stern steht noch klein geschrieben: vorwärts aber nicht vergessen. Für den branchenfremden Leser ist es nur ein Stern und spielt keine wesentliche Rolle, dem brancheninternen Leser signalisiert es dagegen mehr über den Inhalt. Das Optimus Logo wird, wie bei allen anderen Covern auch, farblich integriert. Bei diesem Cover wurde sowohl farblich als auch inhaltlich mit Kontrasten gearbeitet, um ein harmonisches Erscheinungsbild zu schaffen. Im Übrigen, ein absolut empfehlenswertes Buch.

 

Coverinterpretation „Naturwissenschaftliche Förderkompetenz von Elementarpädagogen“

Das Buchcover ist horizontal in drei Abschnitte eingeteilt. Der obere Abschnitt ist hintergründig in einer Signalfarbe gehalten – in diesem Fall ein tiefes Orange – und beinhaltet den Haupttitel des Buches. Dieser ist, um sich von dem Orange abzuheben, in Weiß abgedruckt, wobei das Wort „Naturwissenschaftliche“ als Nebenwort in einer kleineren Schriftgröße abgebildet ist. Dies dient dazu, die Schlagwörter und den wesentlichen Inhalt des Buches zu betonen.
Zwischen dem ersten und zweiten Abschnitt ist, mit einem verwandten Rotton hinterlegt, der Name der Autorin aufgedruckt. Hierdurch wird ein Hell-Dunkel-Kontrast erzeugt, da dieser stärker noch als ein Komplementärkontrast auf das menschliche Auge wirkt und die gedruckte Schrift so bestmöglich zur Geltung bringt.
Der zweite, mittlere Abschnitt zeigt ein zum Titel passendes Bild. Er ist im Verhältnis zum ersten und dritten Abschnitt etwas größer. Dies liegt daran, dass die meisten Menschen zuerst ein Bild wahrnehmen und dann erst das geschriebene Wort. Aufgrund dessen ist es enorm wichtig, das Bild thematisch auf den Titel abzustimmen. In diesem Fall wurde der Ausschnitt eines Mobiles mit bunten Stoffpuppen gewählt. Die Farben dieser werden in der restlichen Covergestaltung aufgenommen. Dadurch, dass lediglich ein Ausschnitt und nicht das gesamte Spielzeug abgebildet wird, wirkt das Foto interessanter und der Betrachter wird es in seiner Phantasie vervollständigen.
Um das Bild von dem dritten Abschnitt abzugrenzen, ist ein nur Millimeter breiter Farbbalken eingefügt. Zwei Drittel des Farbbalkens greifen verwandte Töne des ersten Abschnittes auf. Ein Drittel ist nun in einem komplementären Grün gehalten. Dieser Kontrast lockert die Gesamterscheinung des Buchcovers auf. Auch findet sich derselbe Ton in den Haaren der Stoffpuppen des zweiten Abschnittes wieder und führt so zu einem Wiedererkennungseffekt.
Der dritte Abschnitt ist in purem Weiß hinterlegt. Dieses steht im Hell-Dunkel-Kontrast zu dem im ersten Abschnitt gewählten, tiefen Orange. Um einen weiteren Hell-Dunkel-Kontrast zu erzeugen wird nun in schwarz der Untertitel des Buches abgebildet. Die Schriftgröße wird dabei deutlich kleiner gewählt als bei der Hauptüberschrift. Dadurch wird deutlich, dass es sich bei der gedruckten Schrift um Zusatzinformationen handelt. Um den Text gebundener wirken zu lassen, ist linksbündig eine vertikale, sehr dünne Linie gezogen.
So wird ein insgesamt stimmiges und ansprechendes Gesamtbild erzeugt.

 

Coverinterpretation „Subjektive gründungsbezogene Überzeugungen Studierender“

Der erste Abschnitt ist mit einem dunkeln Rotton hinterlegt. Dabei wurde mit fotografischen Mitteln gearbeitet, um eine bestimmte Haptik zu erzeugen. Abgedruckt ist hier der Titel des Buches. Um einen Hell-Dunkel-Kontrast zu erzeugen, wird dieser in Weiß gehalten. So spricht er bestmöglich das Auge eines potentiellen Kunden an.
Die beiden Teilstücke überlappend, wird nun ein schwarzer Balken eingefügt, welcher den Namen der Autorin in weißer Schrift hinterlegt. Dies ist der größte mögliche, erzeugbare Hell-Dunkel-Kontrast und fängt so optimal den Blick des Betrachters. Auf gleicher Höhe befinden sich ebenfalls drei bunte, kleine Quadrate. Zwei entsprechen der selben Farbfamilie wie der Hintergrund des ersten Abschnittes, das Dritte bildet in grün einen Komplementärkontrast. Dieser lockert die Gesamterscheinung des Covers auf interessante Weise auf.
Im Kontrast zu dem lebhaften ersten Abschnitt, steht im zweiten Bereich ein sehr helles und klares Bild. Menschen gehen einen langen Gang herunter. Die dezente Überbelichtung und die Fluchtpunktgestaltung geben der Fotografie Gradlinigkeit. Der Boden des Ganges erscheint so strahlend weiß, das Ende dessen ist unkenntlich. Dies kann symbolisch für viele Entscheidungsmöglichkeiten am Ende eines langen Weges stehen. So findet sich das Thema der Überschrift im Bild wieder. Durch die Fluchtpunktperspektive nimmt der Anfang des Ganges das gesamte untere rechte Viertel des Bildes ein. Auf diese weiße Stelle ist nun der Untertitel in schwarz aufgedruckt. Die Schriftgröße ist dabei deutlich kleiner gewählt als bei der Hauptüberschrift. Dadurch wird deutlich, dass es sich bei der gedruckten Schrift um Zusatzinformationen handelt. Um den Text gebundener wirken zu lassen, ist linksbündig eine vertikale, sehr dünne Linie gezogen an der ebenfalls vertikal nochmals die drei Quadrate des Bildüberganges abgebildet sind.
Allgemein werden Farben durch komplementär kontrastierende Töne aufgefangen. Der extravagante erste Abschnitt wird durch das ruhige zweite Segment ausbalanciert. Hell-Dunkel-Kontraste werden erzeugt um Schrift zur Geltung zu bringen. So wird eine runde Gesamterscheinung des Buchcovers erreicht.

 

Coverinterpretation „Der Friedenskongress von Soissons 1728 – 1731“

Dieses Cover ist interessanter Weise nur in Vorder- und Hintergrund eingeteilt. Der Hintergrund wird von einem, das ganze Cover füllenden Bild eingenommen. Dieses wird lediglich von Brauntönen beherrscht. Im Vordergrund befindet sich eine Sandsteinskulptur, welche eine offene Hand bildet. Im Mittelgrund befinden sich weitere Sandsteinblöcke, der Hintergrund wird durch eine Felsmauer geschlossen.
Die offene Hand spiegelt den Titel wieder. Sie symbolisiert Frieden und Zugänglichkeit. Auch das Material unterstützt diese Wirkung durch seine weich erscheinende Haptik. Weiter steht es im Kontrast zu den glatten digital aufgedruckten Farbfl&aauml;chen.
Die zwei unteren Drittel des Vordergrundes sind mit diesen ebenen, jedoch stark durchscheinenden Farbflächen überdruckt. Diese entsprechen der Farbfamilie der Fotografie. Die obere Farbfläche ist etwas heller abgestuft als die untere und nimmt etwa ein Viertel des überdruckten Feldes ein. Sie enthält den Namen des Autors. Die untere, breitere Farbfläche dient als Hintergrund für den Buchtitel. Durch den dunkleren Hintergrund wird auch der Kontrast verstärkt. So fällt der Titel schneller in den Aufmerksamkeitsbereich des Betrachters. Einen Untertitel gibt es hier nicht. Die Schrift wurde beide Male in Weiß gehalten und kontrastiert so mit dem bräunlichen Hintergrund.
Durch die Tatsache, dass hier ohne Komplementärkontraste gearbeitet wird, wirkt das Cover absolut ausgeglichen und stimmig. Interessant wird es durch die verschiedenen Ebenen und Oberflächenhaptiken.

Bei weiteren Fragen zögern Sie bitte nicht uns zu kontaktieren.

Ihre OPTIMUS Redaktion