Dr. Anja Markwordt Skehan
Die Einleitung der Untersuchungshaft
Eine rechtsvergleichende Studie zur Inhaftierung des Verdächtigen im Vorverfahren in Deutschland und den USA
Unter besonderer Berücksichtigung der Rechtssysteme der US-Bundesstaaten Kalifornien, Texas und New York
Seiten/Umfang : XXVII, 527 S. - 21 x 14,8 cm, Hardcover
Erschienen : 1. Aufl. 29.07.2011
Fachbereich:
Recht,
Strafrecht
Kategorie:
Dissertation
Sprache: Deutsch
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ISBN 9783941274709
49,90 Eur[D] / 54,90 Eur[A] / 63,46 CHF / 79,20 USD
Pressemitteilung
von Nicola Kulp - OPTIMUS Redaktion
In den Beispielfällen des US-amerikanischen Gefangenenlagers Guantanamo nehmen die Auswirkungen des folgenden
juristischen Problems der USA wohl für jedermann begreiflich Gestalt an: Dem US-amerikanischen Strafprozessrecht
fehlt es an klaren Eingriffsvorlagen und die Rechtsprechung des U.S. Supreme Court lässt deutliche Anweisungen für
die ausführenden Beamten vermissen. Daraus ergibt sich ein kaum noch überschaubarer Ermessensspielraum für
US-amerikanische Polizeibeamte,der gravierende Konsequenzen für verdächtigte Personen haben kann. Dennoch: das
US-amerikanische Recht hat im Hinblick auf die Untersuchungshaft gegenüber dem deutschen einige Vorteile vorzuweisen.
Wie diese sich im Einzelnen darstellen, erläutert Dr. Anja Markwordt Skehan in Ihrer rechtsvergleichenden Studie zur
Inhaftierung des Verdächtigen im Vorverfahren in Deutschland und den USA.
Die Autorin, die an der Technischen Universität Dresden Rechtswissenschaften studierte und bereits als Anwältin
praktiziert hat, legt in Ihrer Publikation in Einzelheiten die Vor- und Nachteile des Inhaftierungsrechts Deutschlands und
der USA dar. Über mehr als 500 Seiten erstrecken sich Skehans Ausführungen, die nach einer Darstellung der in
Deutschland bestehenden Rechtsvorschriften, etwa bzgl. der Voraussetzungen, Vollstreckung und Rechtswirklichkeit der
Untersuchungshaft, eine detailreiche Aufklärung über die entsprechenden US-amerikanischen Gegebenheiten geben.
Für die USA werden hierbei sowohl die föderalen als auch die einzelstaatlichen Regelungen betrachtet; letztere
unter besonderer Schwerpunktlegung auf die US-Bundesstaaten Kalifornien, Texas und New York. Dabei erfolgt, begründet
durch die case-law-Prägung des US-amerikanischen Rechts, auch eine umfangreiche Rechtsdarlegung bereits entschiedener
Einzelfälle. Besonderes Augenmerk liegt im US-amerikanischen Teil der Arbeit u. A. auf polizeilichen Eingriffen
i.S.d. 4. Amendments der U.S. Constitution, sowie auf haftbefehlslosen Arrestierungen und der Freilassung auf Kaution. In
der ausführlichen vergleichenden Erörterung der untersuchten Aspekte des US-amerikanischen und des deutschen Rechts,
zeigt die Autorin nicht nur die Vor- und Nachteile der beiden Rechtssysteme auf, sondern unterbreitet zudem
Veränderungsvorschläge für die Schwachstellen der jeweiligen Rechtsordnung.
Die Studie richtet sich insbesondere an Juristen, Studierende und Experten der Rechtswissenschaften, Politik und Politikberatung
sowie Fachleute und Studierende der polizeilichen Institute und Bildungsstätten. Die Dissertation wurde mit summa cum
laude bewertet und ist für den Georg-Helm-Preis 2012 zur Auszeichnung vorgeschlagen.
Buchinhalt
Die Arbeit befasst sich mit dem Rechtsvergleich des Haftrechts in Deutschland
und den Vereinigten Staaten Amerikas und zieht wichtige Schlüsse auf
den Veränderungsbedarf im deutschen Recht.
Nach einem Abriss des deutschen Rechts in Hinsicht auf Verhaftungen wird
das US-amerikanische Rechtssystem im Allgemeinen dargestellt. Es folgen
Ausführungen zu Theorie und Praxis der Einleitung der Untersuchungshaft in
den USA. Dabei wird sowohl auf das föderale Recht der Vereinigten Staaten
Amerikas als auch auf einzelstaatliches Recht eingegangen. Die einzelstaatliche
Handhabe wird anhand des Rechtes der Staaten Kalifornien, Texas und
New York veranschaulicht.
Die Abrundung der vorliegenden Arbeit besteht in einem rechtsvergleichenden
Teil. Dieser zeigt einerseits zwar die Vorteile des US-amerikanischen
Systems auf, z.B. in der Kautionspraxis und den in der Regel kurzen Verfahrenslaufzeiten
im Anschluss an Inhaftierungen, macht andererseits aber unter
kritischer Auseinandersetzung die generellen Vorzüge der deutschen Haftvorschriften
klar.
Keywords
Untersuchungshaft,
Rechtsvergleich,
Deutschland,
USA,
Inhaftierung,
Haftgrund,
Arrest,
detention,
Haftbefehl,
Kaution,
custody,
jail,
Gefängnis,
warrent,
prison,
bail,
Kaution,
Verfahrenslaufzeit,
Texas,
Kalifornien,
New York,
Verhaftung,
Flucht,
Fluchtgefahr,
Nachtatverhalten,
Katalogstraftaten,
Verdunkelungshandlung,
Haftanordnung,
Haftgründe,
Supreme Court.
Autorin
Die Autorin, Anja Markwordt Skehan, hat an der Technischen
Universität Dresden Rechtswissenschaften studiert und als
Rechtsanwältin praktiziert. Im Zuge der Recherchen für die
vorliegende Dissertation arbeitete die Autorin bei der
US-amerikanischen Staatsanwaltschaft in Santa Barbara /
Kalifornien. Weitere Forschungsreisen führten sie nach
Austin / Texas und New York. Die mit "summa cum laude"
bewertete Dissertation wurde im Jahre 2011 für den Georg-
Helm-Preis der Technischen Universität Dresden vorgeschlagen.
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