Dr. Christian Jock
Das Instrument der Fachaufsicht
Rechtliche und verwaltungswissenschaftliche Probleme und potenzielle Weiterentwicklungen
Seiten/Umfang : XXIV, 357 S. - 21 x 14,8 cm
Erschienen : 1. Aufl. 30.12.2011
Fachbereich:
Recht,
Öffentliches Recht
Kategorie:
Dissertation
Sprache: Deutsch
Hochschule: Deutsche Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer
Umschlag_Rückseite
ISBN 9783941274983
59,90 Eur[D] / 62,90 Eur[A] / 76,10 CHF / 82,06 USD
Pressemitteilung
von Ludwig Lagershausen - OPTIMUS Redaktion
Kostenreduktion, Rationalisierung, Modernisierung – die moderne Verwaltung
unterliegt einem kontinuierlichen Wandlungsprozess. Gleichzeitig überträgt
der Staat immer häufiger Aufgaben an private Dienstleister oder verschiebt
sie in die unteren Verwaltungsebenen. Da er aber weiterhin für deren
ordnungsgemäße Erledigung die volle Verantwortung trägt, kommt insbesondere
der Fachaufsicht - als verwaltungsinterne Kontrolle von Recht- und
Zweckmäßigkeit der Entscheidungen - eine immer größere Bedeutung zu.
Während über die gestiegene Bedeutung noch weitestgehend Einigkeit herrscht,
ist sowohl in der Wissenschaft als auch insbesondere in der Praxis
umstritten, wie Ziele und Abläufe der Fachaufsicht aussehen sollten.
Auch der Blick ins Gesetz kann dabei nicht helfen - passende Regelungen
finden sich dort nicht. Oft existieren nicht einmal Handlungsempfehlungen
oder interne Leitlinien. Die Folge: Manchmal wird Fachaufsicht sehr
intensiv ausgeübt, manchmal quasi gar nicht. Bislang blieb also unklar,
was Fachaufsicht genau ist und vor allem aber wie eine "gute Fachaufsicht"
aussieht.
Der studierte Rechts- und Verwaltungswissenschaftler Christian Jock,
Universitätsdozent und regelmäßiger Herausgeber fachbezogener
Veröffentlichungen, greift diese hochkomplexe Thematik in seinem Werk
"Das Instrument der Fachaufsicht - Rechtliche und
verwaltungswissenschaftliche Probleme und potenzielle Weiterentwicklungen"
auf. Neben einer grundsätzlichen Einführung zu Herkunft und allgemeinen
Begrifflichkeiten gibt der Autor auch einen detaillierten und empirisch
fundierten Überblick zum Ist-Zustand der Fachaufsicht. Zudem widmet er
sich der Suche nach neuen Wegen und Lösungen in dieser speziellen Thematik.
Dieses Buch richtet sich speziell an jene Leser, die über Vorkenntnisse
zum Thema verfügen und sich einen tiefgreifenden Einblick verschaffen
möchten. Aufgrund des klaren und gut verständlichen Schreibstils und
des überblicksartigen Charakters ist diese Publikation aber auch als
Einstieg in die Materie geeignet.
Buchinhalt
Die Fachaufsicht hat in jüngster Zeit deutlich an Bedeutung gewonnen. Die Gründe hierfür liegen
unter anderem in der zunehmenden Verlagerung nichtministerieller Aufgaben auf nachgeordnete Behörden,
der Privatisierung öffentlicher Aufgaben und der häufig ressortübergreifenden Zusammenarbeit von
Ministerien. Schließlich erweist sich behördliche Fachaufsicht immer mehr als Führungs- und
Steuerungsinstrument im Bereich der Öffentlichen Verwaltung. Der Autor nimmt eine umfassende Systematisierung
der Fachaufsicht im aktuell bestehenden System vor, zeigt zugleich aber auch Wege zu einem Neuansatz in
diesem Bereich auf. Hierfür widmet er sich zunächst Begrifflichkeit und Herkunft der Fachaufsicht. Es
folgt ein Einblick in den Status Quo der Aufsichtsführung, bei dem insbesondere die Ergebnisse einer
umfassenden empirischen Erhebung einbezogen wurden. Anschließend werden aus interdisziplinärer Sicht
bestehende Probleme analysiert und Lösungsansätze für die Praxis aufgezeigt. Zum Abschluss folgt die
Vorstellung von zwei Ansätzen, die als Basis einer zukünftigen Neugestaltung der Fachaufsicht dienen können.
Keywords
Fachaufsicht,
Verwaltung,
Vollzug,
Gesetze,
Rechtssetzung,
Steuerung,
Risikomanagement,
Aufsicht,
Legitimation,
Zweckmäßigkeit,
NSM,
Kontrollniveau,
Weisung,
Pflichtaufgaben.
Autor
Christian Jock studierte Rechtswissenschaften und Verwaltungswissenschaften an den Universitäten
Bonn und Speyer. Seit dem Abschluss seines Referendariats ist er als Referent und Berater beim
Deutschen Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung Speyer tätig. Darüber hinaus ist er
Mitglied des dortigen Institutsvorstandes.
Seine Forschungsschwerpunkte bilden neben der Fachaufsicht insbesondere die Verwaltungsmodernisierung
in Bund und Ländern sowie die Bereiche Qualitätsmanagement und Strategisches Management in der
öffentlichen Verwaltung. Zudem ist der Verfasser Autor und Herausgeber verschiedener Veröffentlichungen
und regelmäßig als Dozent an der Universität Tiflis tätig.
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