M.A. Okka Hübner
Die zwei Gesichter der Postmoderne
Zum Verhältnis von Postmoderne und Poststrukuralismus
Seiten/Umfang : 149 S. - 21 x 14,8 cm
Erschienen : 1. Aufl. 05.05.2010
Kategorie: Fachbuch
Sprache: Deutsch
Umschlag_Rückseite
ISBN 9783941274396
24,90 Eur[D] / 25,90 Eur[A]
Buchinhalt
Der Begriff der Postmoderne ist seit den 1970er
Jahren zum zentralen Begriff im geisteswissenschaftlichen
Diskurs avanciert. Zusammen mit
dem Begriff des Poststrukturalismus bezeichnet
er eine Abkehr von gedanklichen Grundannahmen
der Moderne. Übersehen wird aber vielfach,
dass der Begriff im philosophischen Kontext eine
andere Bedeutung hat als im literarischen Ursprungskontext.
Während sich der Begriff der philosophischen
Postmoderne in Abgrenzung zum Gedankengut
der Aufklärung konstituierte, wurde der Begriff
der Postmoderne in der Literatur ursprünglich als
Negation der literarischen Moderne verwendet.
Anhand ausgewählter literarischer Werke von Elfriede
Jelinek und Umberto Eco wird gezeigt,
dass innerhalb der postmodernen Literatur
beide Tendenzen zu finden sind: Ecos Arbeiten
stehen in der Tradition der amerikanischen literarischen
Postmoderne und sind als "post" in
Bezug auf das Konzept der
literarischen Moderne
zu verstehen. Dabei geht es um einen
Bruch mit dem modernistischen Innovationspostulat
und um eine Aufhebung der Grenze
zwischen Hoch- und Trivialliteratur. Jelineks Texte
gehören zu der literarischen Richtung, bei der
das Präfix "post" auf die philosophische Moderne
zu beziehen ist. Diese Richtung postmodernen
Schreibens zeichnet sich vor allem durch
Sinndezentrierung, Vernunft- und Subjektkritik
aus.
Mit dieser Unterscheidung wird der schillernde
Begriff der Postmoderne für den literarischen
Diskurs ein Stück weit präzisiert.
Keywords
Postmoderne,
Poststrukturalismus,
Intertextualität,
Dekonstruktion,
Michel Foucault,
Jacques Derrida,
Jean-François Lyotard,
Umberto Eco,
Der Name der Rose,
Elfriede Jelinek,
Theaterstücke,
Krankheit oder moderne Frauen,
Feminismus,
Subjekt,
Vernunftkritik,
Philosophie,
Sprachtheorie,
Strukturalismus,
Literaturtheorie.
Autor
Okka Hübner, geboren 1981.
Studium der Germanistik, Philosophie
und Soziologie an der
Georg-August-Universität Göttingen.
Erstes Staatsexamen 2009.