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Aktuelle Informationen


The Drill (Mandrillus leucophaeus)

Impact of hunting and bushmeat trade on biodiversity loss in Cameroon

Characterization and Comparison of Recombinant Simian Immunodeficiency Virus from Drill and Mandrill

Research Projects Matthias Waltert

Natural simian foamy virus infection in wild-caught gorillas, mandrills and drills from Cameroon and Gabon

Conference Coverage (Retrovirus): Monkey-Meat Trade Could Unleash New AIDS Viruses

Dr. Christos Astaras


Dr. Christos Astaras - Ecology and Status of the Drill (Mandrillus leucophaeus) in Korup National Park, Southwest Cameroon: Implications for Conservation Ecology and Status of the Drill (Mandrillus leucophaeus) in Korup National Park, Southwest Cameroon: Implications for Conservation

Seiten/Umfang : XIII, 261 S. - 21 x 14,8 cm
Erschienen : 1. Aufl. 21.07.2009
Kategorie: Dissertation
Sprache: Englisch
Umschlag_Rückseite
ISBN 9783941274198
32,00 Eur[D] / 32,90 Eur[A]




Abstract
The drill (Mandrillus leucophaeus) is an endangered, terrestrial primate endemic to the Lower Guinean rainforests between the Cross and Sanaga Rivers and on the island of Bioko in Central Africa. Rarely studied in the wild, the current status and ecological needs of the species are poorly understood. The book presents data on drill diet, seed handling, group size and structure, and conservation status from a study in the Korup National Park, Cameroon. Ecological findings are compared to reports from the drill's sole congener - the mandrill (M. sphinx). Threats to the species' survival are assessed and a list of practical short- to medium-term conservation recommendations are proposed for the Korup region.

Keywords: Drill, Mandrillus leucophaeus, Old world primate, primate conservation, engangered species, primatology, Korup National Park, Cameroon, wildlife conservation, protected area management, seed dispersal, feeding ecology, fecal analysis, social organization, bushmeat, Papionini, Cercopithecinae, Southwest Province, Lower Guinea, Cross-Sanaga region, rainforest ecology, seed predation, hunting, dog hunting


Foto Christos Astaras The author Christos Astaras, born in 1977, is trained as a conservation biologist. From 2005 to 2008, he undertook a field study of the elusive drill monkey in the rainforests of Southwest Cameroon as part of his doctoral studies at the Centre for Nature Conservation of the Georg-August-University of Göttingen.





Scheue Drills erstmals vor der Kamera

Göttinger Doktorand Christos Astaras erforscht Ökologie und Lebensweise der vom Aussterben bedrohten Affenart

Foto Christos Astaras (red.) Einem Doktoranden der Universität Göttingen ist es gelungen, eine besonders scheue Affenart, den Drill, erstmals in der Wildnis zu filmen. Die Aufnahmen sind im vergangenen Jahr in den tropischen Regenwäldern Kameruns entstanden und Teil der Feldforschungen zu Ökologie und Lebensweise dieser vom Aussterben bedrohten Tierart. Jetzt ist Christos Astaras zu einem weiteren Forschungsaufenthalt aufgebrochen: Er besucht die Insel Bioko, die zu Äquatorial-Guinea gehört.



Kamerun, Korup Nationalpark - es ist drei Uhr morgens: Christos Astaras und sein Team von einheimischen Fremdenführern testen ein letztes Mal ihre Ausrüstung, bevor sie das Lager verlassen. Dann machen sie sich in der Dunkelheit auf zum Schlafplatz einer Gruppe von Affen, die sie am Vorabend entdeckt haben. Der junge Wissenschaftler ist Doktorand am Göttinger Zentrum für Naturschutz und erforscht Drills. Drills sind kräftig gebaute Affen, ähneln Pavianen, haben aber kurze Schwänze, ein grau-braunes Fell und rabenschwarze Gesichter. Sie werden von den Einheimischen mit Hunden gejagt: Die großen Männchen sind das Hauptangriffsziel. Diese Affenart ist nur noch in den wenigen verbliebenen tropischen Regenwäldern Südwest-Kameruns und in den angrenzenden Waldgebieten Nigerias sowie auf der Insel Bioko zu finden. Über das Leben der scheuen und vom Aussterben bedrohten Tierart im Freiland ist bisher wenig bekannt. Als kurz nach sechs Uhr die Sonne aufgeht, haben Christos Astaras und sein Team am Schlafplatz der Affen Position bezogen. Morgens bestehen die besten Chancen, einen Blick auf die Drills zu erhaschen: In der Nacht schlafen sie, geschützt durch das dichte Blattwerk, hoch oben in großen Bäumen. Einmal auf dem Boden, lösen sich die Drills scheinbar in Luft auf. Überraschend schnell verschwinden sie im dichten Unterholz, um dort nach Nahrung wie Samen und Insekten zu suchen. Das Forscherteam wartet, die Kamera auf einen langen Ast gerichtet, der den Affen bei ihrem Abstieg zum Boden gut als "Brücke" dienen könnte. Mit einer Reihe von Rufen beginnt sich die Affen-Gruppe zu versammeln und in Bewegung zu setzen. Immer mehr Tiere ziehen an der Kamera vorbei, insgesamt 35 Drills - hauptsächlich Weibchen mit Jungen und jugendliche Männchen - zählen Christos Astaras und seine Begleiter. 15 weitere Tiere verharren separat auf einem anderen Baum.

Die Auswertung der Filmaufnahmen wird Einblicke geben in Größe und Struktur von Drill-Gruppen. Im Rahmen des Projektes werden im Korup Nationalpark auch die Größe des Streifgebietes, die Mobilität und Ernährung sowie genetische Abweichungen der Tiere erfasst. Damit erhoffen sich die Forscher unter anderem Aufschlüsse darüber, wie groß die Gesamtpopulation der bedrohten Affenart tatsächlich ist. Christos Astaras, 1977 in Thessaloniki (Griechenland) geboren, studierte Umweltwissenschaften in den USA und Kanada. Nach Bachelor- und Masterabschluss arbeitet er seit Oktober 2004 an seiner Doktorarbeit über die Freilandökologie von Drills. Betreut wird er dabei von dem Direktor des Zentrums für Naturschutz, Prof. Dr. Michael Mühlenberg, sowie von Dr. Matthias Waltert. Nach einem ersten zweimonatigen Forschungsaufenthalt zu Beginn des Jahres 2005 setzte der Doktorand seine Feldforschungen zwischen Januar und Juli 2006 im Korup Nationalpark in Südwest-Kamerun fort. Die Forschungsarbeiten wurden von internationalen Naturschutz-Organisationen unterstützt. Neben Empfehlungen für die Leitung des Nationalparks sollen Schulbesuche, Workshops für Parkranger, Aufklärungsmaterial und Informationsvideos mit den einzigartigen Filmaufnahmen das Bewusstsein der Einheimischen dafür schärfen, wie wichtig der Erhalt der Drills ist. Im Februar und März dieses Jahres hält sich Christos Astaras auf der Insel Bioko auf, um dann zwischen Juli 2007 und Januar 2008 erneut vor Ort zu forschen.